Dammstücken: Spatenstich beim (Spiel-)Platz der Kinderrechte für alle

Das Buddeln mit den Spaten auf der frisch eingerichteten Baustelle machte den Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte (Kita) „Kleine Wunder“ der Lebenshilfe Kaltenkirchen bereits großen Spaß, aber noch mehr Freude wird ihnen sicherlich in einigen Wochen das Spielen machen: Kürzlich fand der Spatenstich auf dem Spielplatz Dammstücken statt. Viele Projektbeteiligte haben sich dafür eingesetzt, dass dort in den kommenden Wochen ein Platz der Kinderrechte in Form eines inklusiven Spielplatzes entsteht. Es wird der erste Platz der Kinderrechte im Kreis Segeberg sein.
Bürgermeisterin Ulrike Schmidt freute sich sehr, zahlreiche Gäste zum Spatenstich begrüßen zu können.
„Heute wird ein wichtiger Schritt bei der Entstehung des inklusiven Spielplatzes getan“,
sagte sie.
„Ich weiß, dass viele Menschen – insbesondere die Kinder – mit Spannung die Neugestaltung erwarten. Schließlich haben viele Beteiligte daran mitgewirkt.“
Dazu gehören die Kinder aus der benachbarten Kita sowie des nahegelegenen Horts Abschiedskoppel und auch aus der Nachbarschaft, die in einer groß angelegten Beteiligung mitbestimmen konnten, wie der Spielplatz Dammstück aussehen soll. Das Kinder- und Jugendparlament war von Anfang an beteiligt. Durch den herausragenden Einsatz des Henstedt-Ulzburger Ortsverbands des Kinderschutzbunds – allen voran dessen Vorsitzende Sylvie Manke – wird der Platz der Kinderrechte nun Wirklichkeit.
„Hier wird also noch einmal ganz sichtbar darauf hingewiesen, was Kinder für Rechte haben – und wie wichtig es ist, diese zu achten“,
so Ulrike Schmidt. Um nicht nur die Belange der jungen Bürger:innen, sondern auch von Menschen mit Beeinträchtigungen zu berücksichtigen, wurden die Inklusionsbeauftragten für Menschen mit Behinderung sowie der Beirat Inklusion für Menschen mit ins Boot geholt.
Neben den Kita-Kindern und ihren Erzieherinnen sowie den Projektbeteiligten folgten der Bürgervorsteher Henry Danielski sowie zahlreiche weitere Vertreter:innen aus der Gemeindepolitik der Einladung zum Spatenstich.
„Es ist toll, dass die Gemeindepolitik die notwendigen Beschlüsse gefasst und somit dieses Projekt mit auf den Weg gebracht hat“,
erklärte Ulrike Schmidt. Die Bürgermeisterin wisse, dass vielen Politiker:innen die Entscheidung bei den Kosten nicht leicht gefallen ist. Denn die Gemeinde Henstedt-Ulzburg muss voraussichtlich 880.000 bis 890.000 Euro brutto in die Neugestaltung des Spielplatzes Dammstücken investieren, worin aber die Kosten für das Gutachten, die Planung und den Bau enthalten sind.
„Wir sind dankbar, dass wir finanzielle Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums über die AktivRegion Alsterland in Höhe von 150.000 Euro und aus dem Investitionsförderprogramm 2019 – 2028 des Kreises Segeberg in Höhe von 50.000 Euro bekommen“,
so Ulrike Schmidt.
Bei der Neugestaltung des Spielplatzes Dammstücken werden einige der bereits vorhandenen Spielgeräte erhalten. Viele neue kommen hinzu, von denen mehrere von Kindern mit und ohne Behinderung gemeinsam genutzt werden können. So sollen beispielsweise eine Sandliege, ein Sandspieltisch, an dem auch Rollstuhlfahrer:innen bequem buddeln und bauen können oder eine Schaukel-Kombi, die von Kindern mit und ohne Rollstuhl genutzt werden kann, entstehen. Auch denkt das Konzept die ganze Familie mit: Sitzstufen neben dem Fußballplatz sollen es allen Besucher:innen ermöglichen, sich zu entspannen und das lustige Treiben auf dem Platz zu beobachten. Zudem sind sogenannte Generationsbänke geplant, deren etwas höhere Sitzfläche insbesondere für ältere Menschen zum Aufstehen komfortabler sind.
„Inklusion wird hier nicht nur ein Wort bleiben, sondern auf verschieden Arten und Weisen mit Leben gefüllt“,
freute sich die Bürgermeisterin.
„Nachdem bereits die ersten vorbereitenden Gehölzmaßnahmen stattgefunden haben, liegt der Ball nun bei der ausführenden Firma Travepark aus Norderstedt. Ich wünsche einen guten Verlauf der Arbeiten. Voraussichtlich im Juli soll dann die Eröffnung in einem größeren Rahmen stattfinden.“